Der Anfang anzufangen ist hart.

So. Da sitze ich nun auf meinem Bett, in meiner kleinen Zimmer um zwanzig nach zwölf und versuche, erneut meinen ersten Blogeintrag zu verfassen. Erneut aus dem Grund, weil ich es gerade geschafft habe, mit irgendeiner ungelenken Tastenkombination meinen bisher geschriebenen Text ins ewige Jenseits dieses Textfensters zu verbannen.
Wie dem auch sei, ich weiß nach wie vor nicht so richtig wie ich anfangen soll. Was ich weiß ist, dass ich das Bedürfnis habe, mich mitzuteilen. Dass ich die Menschen, denen ich fähig bin mich mitzuteilen, an weniger als einer Hand abzählen kann, was allein schon eine traurige Tatsache ist. Naja vielleicht nicht ganz so traurig. Man sagt doch immer, nicht viele Freunde haben aber dafür die Richtigen. Und selbst an dem Punkt bin ich momentan am zweifeln. Ich zweifle an vielen Dingen in meinem Leben. Das ist nicht immer so gewesen. Denn ich weiß auch, dass ich momentan eine der schwierigsten Zeiten meines bisherigen Lebens durchmache. Ob man das mit 22 Jahren schon sagen kann, sei mal dahin gestellt.

Vielleicht könnte ich auch einfach damit anfangen, warum ich eigentlich einen Blog beginne und was hier überhaupt drin stehen wird. Wie ich schon schrieb, ich habe das Bedürfnis mich mitzuteilen. Und ich habe in letzter Zeit öfter die Erfahrung gemacht, dass gerade Menschen, die man gar nicht kennt - Menschen, die absolut keine emotionale Bindung zu einem haben, bessere Ratschläge und Weisheiten verteilen als die, von denen man glaubt dass sie einen "kennen" oder "verstehen". Das ist nicht gehässig gemeint gegenüber letzteren genannten Menschen, es ist einfach eine Erfahrung die ich gemacht habe. Sobald Emotionen im Spiel sind, beginnt man zu werten. Und genau das bin ich einfach leid. Die Wertung anderer Menschen, die meinen, dass sie das ja alles schon mal erlebt haben, die meinen sie wüssten was ich durchmache, die meinen sie hätten den Masterplan.
Es gibt nun mal keinen Masterplan. Es gibt ja nicht mal nen Master.

Meine Situation...ist kompliziert. Und eigentlich ist es echt scheiße schwer, sowas zu erklären, wenn man seit 6 Monaten mitten drin steckt. Aber ich will's trotzdem versuchen, denn wenn mein Blog hingegen meines Glaubens tatsächlich regelmäßige Leser gewinnt, sollen die natürlich auch wissen worum es mir geht.
Ohne jetzt auf die Details einzugehen: vor 6 Monaten lernte ich einen Mann kenne, auf einer Party. Wir waren beide vollkommen zugedröhnt mit was auch immer, haben uns gut verstanden, haben auf der Tanzfläche geknutscht und einfach unseren Spaß miteinander gehabt. Ich war auf der Suche nach was Lockerem. Was Körperlichem. Nichts Festes, bloß nicht! Wir haben uns hie und da mal gesehen, uns bei meiner besten Freundin getroffen. Er hat oft den Arm um mich gelegt, Händchen gehalten in der Öffentlichkeit. Bis ich ihm gesagt habe, dass das nicht drin ist. Dass ich unsere körperliche Beziehung ausschließlich aufs Bett reduzieren will. Dass die Leute nicht denken sollen wir seien zusammen. Er kam damit klar.
Man traf sich öfter, wohlbemerkt, man hatte noch nicht miteinander geschlafen! Dann diese SMS von mir. Dass ich mir irgendwie doch mehr vorstellen könnte. Er hat sich gefreut. War der selben Meinung. Und über kurz oder lang kamen wir zusammen.
Vorweg muss ich aber sagen: Zu dem Zeitpunkt war er Vollzeit-Drogendealer und im Begriff das Ganze sein zu lassen. Ich habe von Beginn an klipp und klar gestellt: ich will nicht ewig mit nem Dealer zusammen sein. Er soll seinen Plan verfolgen und ein normales Leben führen, erst dann hat die Beziehung eine faire Chance. Das war auch das was er wollte. Job, Wohnung, das volle Spießer-Programm.

Ich möchte nun nur noch hinzufügen, dass es die ersten Wochen bombastisch gut lief und wir uns geliebt haben als gäbe es keinen Morgen mehr.
Denn ich bin so müde, dass meine Finger schon die Tasten verfehlen.
Morgen bringe ich meine Geschichte zu Ende.
Soll ja spannend bleiben ;)

In diesem Sinne: hoffentlich liest das jemand :D

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